Alles Wolle

Mein Mann hat ja den Pranzl – einen Nahversorger in Molln, genauer, den Nah und Frisch – im November übernommen. Jetzt habe ich ein Regal aufstellen dürfen. Der kalten Jahreszeit entsprechend habe ich mich für meine Wollkreationen entschieden. Handgesponnene Wolle (teilweise von den eigenen Schafen und von einem Nachbarn) – also sehr regional! Dann Handtaschen in verschiedenen Ausführungen – gehäkelt und in der Waschmaschine gefilzt. Topflappen und -handschuhe. Und nicht zu vergessen: Zwei meiner Vogelhäuschen, die frau in Bäume oder Büsche hängt. Die Vogerl holen sich die Wolle zum Nesterlbau!

Ton

Im Frühling/Sommer konnte ich 2 Privatkurse halten. Ich glaube, die Teilnehmer waren sehr zufrieden. Einmal war das Thema Kopf angesagt. Beim zweiten konnten wir zwei Hochzeitsgeschenke machen und Kinder konnten sich kreativ betätigen.

Ich selber habe allerdings auch einiges gemacht, da ich aber so viele Hobbys habe, dauert es sehr lange, bis ein Ofen voll wird. Erst im Herbst konnte ich den Glasurbrand machen. Eine Auftragsarbeit war dabei. Da machte ich vorher eine riesige Gipsform. Da ich leider sehr ungeduldig bin, habe ich die Form nicht genug trocknen lassen und viel zu früh damit gearbeitet. Es hat ca. 3 Wochen gedauert, bis sich der Ton herausgelöst hat. Ich sage euch…. Natürlich musste ich dann die Schüssel noch einmal machen 😛

Um Platz für die Färbesachen zu schaffen, musste ich die Werkstatt gründlich zusammenräumen. Da fielen dann Gott sei Dank viele Altlasten weg.

So läufts bei mir;)

Versponnenes

Mein Spinnrad steht zwar aus Strickgründen still, aber ich hab einiges gemacht. Verarbeitet hab ich auch ein Garn und eine Freundin hat gestrickt.

Mittlerweile habe ich mit ein paar Freundinnen eine Spinnstube gegründet. Normalerweise treffen wir uns 1x im Monat. Geht natürlich zur Zeit gar nicht, aber es kommt ja hoffentlich wieder eine andere Zeit.

Weihnachtliche Grüße!

Ruhig ist es geworden auf der Homepage. Das heißt aber nicht, dass ich nicht ganz fleißig war. In der letzten Zeit verarbeite ich meinen gesammelten Wollvorrat und verstricke alles zu Filzpatschen und Topfhandschuhen. Hauptsächlich für meine Familie.

Mein Mann hat mittlerweile ein Lebensmittelgeschäft übernommen – das Kaufhaus Pranzl in Molln. Da bekommt man/frau nicht nur Dinge des täglichen Lebens, sondern auch andere nützliche Sachen: von A wie Allzweckreiniger bis Z wie Zwirn.

Zur Zeit gibts sogar eine weihnachtliche Ausstellung eines Bastelgeschäfts (Romana Hörzing).

Demnächst kann auch die Kaffee-Ecke eröffnet werden, da wird es dann meine Sachen auch geben: Artyarn, gesponnene Wolle von Mollner Schafen, nette Geschenke, Praktisches und Schönes.

Corona-update ;)

Da ich in den letzten beiden Monaten sehr fleißig war, muss ich endlich ein update meiner Homepage machen.

Ich habe die Nähmaschine ausgepackt und ein paar sehr nette Teile für mich und meine Familie gemacht, u.a. Gesichtsmasken.

Die Schafe wurden geschoren und ich versuchte die Wolle sauber zu kriegen. Das Kardieren mit der Hand hat sich als äußerst mühsam herausgestellt, deshalb warte ich mit der übrigen Wolle auf die bestellte Kardiermaschine.

Ein Nachbar hat einige besondere Schafe: Mufflon, Soay und Kamerunschaf. Diese ursprünglichen Schafe werden nicht geschoren, sondern nur gezupft, bzw. sie verlieren die Wolle nach dem Winter selber. Der Ertrag ist dementsprechend gering, aber die Wolle ist ganz besonders. Vor allem lässt sie sich sehr gut von Hand kardieren. Meine fertig gesponnene Wolle habe ich Florian schon zurückgebracht. Er lässt sich eine Haube machen. Ich hoffe, ich kriege das Ergebnis zu sehen.

Das Spinnrad dreht sich fleißig. Doch zur Zeit arbeite ich daran, meine schönen Garne zu verarbeiten. Die Ergebnisse lassen auf sich warten, da Häkeln und Stricken doch länger dauert…

Zwischendurcharbeit

Häkeln ist auch so ein Hobby von mir. Immer wieder greife ich zu der Häkelnadel und arbeite zwischendurch was anderes. Ich kann so kreativ sein damit. Auf Pinterest findet man ja viele schöne Dinge und da hab ich mich inspirieren lassen mit schönen Bildern von Häkelpüppchen. Außerdem hat meine Kollegin ihre Strickfiguren vor kurzem in der noch geöffneten Schule mitgehabt. Die waren so entzückend.

Daher entschloss ich mich, so etwas auch zu versuchen. Man kann viele Wollreste aufbrauchen. Im Tun entstand dann die Idee, Dirndlkleider für das Püppchen zu häkeln. Die durfte ich selber kreieren. Die Puppe habe ich aus einem Buch.

MEIN Spinnrad

Jetzt ist das Spinnrad vollständig und täglich in Betrieb. Natürlich wurde zuerst die wiederaufbereitete Wolle mit polnischer Merino verzwirnt. Ich find, es ist wunderschön geworden. Dann habe ich ein Kardenband verarbeitet, das ich mir auf einem Handwerksmarkt gekauft habe, mit Wollgarn, das ich am Flohmarkt erstanden habe, verzwirnt. Dieses Kardenband hat zwar wunderschöne (sicher keine natürlichen) Farben und ist auch wunderbar zu verarbeiten, ABER: Merino superwash und mit Nylon! Das hat wirklich mit Wolle nichts mehr zu tun. Es riecht absolut ekelerregend süßlich nach dem Entspannungsbad. So etwas kaufe ich mir sicher nie wieder!

Auf den Fotos seht ihr ganz deutlich den Unterschied. Oder?

Altlasten aufarbeiten

Eine Handkarde habe ich mir besorgt. Da hab ich doch glatt Zeit gefunden, alte Wollflocken, die bei meinen Kursen, die ich zum Thema Filzen gehalten habe, angefallen sind, aufgearbeitet. Ich konnte diese „Flöten“ teilweise schon verspinnen, musste allerdings aufhören, weil sich meine Wirbelsäule durch die einseitige Bewegung mit der Handspindel schmerzhaft gemeldet hat. Hoffnung hegte ich, weil das Spinnrad geliefert wurde. Leider unvollständig. Die Teile müssten bald in der Post sein. Dann kann ich Wirbelsäulen-entlastend spinnen.

Zeit für Kreativität

Die Coronakrise hat uns fest im Griff. Die Kinder arbeiten von zuhause aus für FH und Schule und versuchen mit Kochen, Helfen im Haushalt und Einkaufengehen für die Großeltern nicht vor Langeweile zu vergehen.

Ich bin schwer mit Handarbeiten beschäftigt. Einige alte Projekte wurden schon fertiggestellt. Neue in Arbeit. Schlimm war, als ich feststellen musste, dass das neue Spinnrad leider unvollständig geliefert wurde. Aber die Post hat bekanntlich ihren Dienst nicht eingestellt. Es besteht die Hoffnung, dass die Teile in den nächsten Tagen geliefert werden.

Zum Geburtstag meiner Schwester konnte ich aus dem gesponnenem Garn, das ich verwebt habe, eine Tasche nähen. Den Henkel habe ich aus gewachster Baumwolle geknüpft. Mit Innentasche. Der Futterstoff ist aus dem Leinen eines Bschoad-Binkerls. Also Upcycling auch noch!

Es schwirren noch einige Ideen herum in meinem Kopf. Vielleicht kann ich sie in den nächsten Wochen umsetzen…

Spinnen auf dem Spinnrad

Der nächste Kurs war wieder spannend. Das Spinnrad <3

Innerhalb von zwei Tagen lernten wir in der Gruppe wieder von Christiane Seufferlein das Spinnen auf dem Spinnrad. Wer wollte, konnte auch andere Fasern als Wolle ausprobieren.

Ich habe mir ein Spinnrad bestellt und warte sehnsüchtigst darauf. Schließlich habe ich schon mein erstes Garn verarbeitet. Auf einem Webrahmen aus dem besagten schwedischen Möbelhaus habe ich die erste Hälfte einer Tasche gewebt. Die zweite ist in Arbeit. Ich glaube, da sollte ich mich in diese Richtung auch noch ein bisschen fortbilden. Aber kommt Zeit, kommt Rat…

Spinnen

Ich habe ein neues Hobby entdeckt: Spinnen. Ein Wochenende lang durfte ich mit 12 Frauen einem uralten Handwerk nachgehen, das höchstwahrscheinlich meine Ahninnen schon gemacht haben und mir deshalb im Blut liegt.

Unsere Kursleiterin Christiane Seufferlein war ein Wahnsinn. Sie wusste nicht nur über die Geschichte der Wollverarbeitung, sondern auch über verschiedenste Fasern und die Färbung mit Pflanzen Bescheid. Mit großer Geduld zeigte sie uns immer wieder die Technik mit der Handspindel. Vom geschorenen Vlies, Waschen, Kardieren, Kämmen, Färben, Verzwirnen – jetzt sind wir beinahe Profis 😉

Da ist die Lust auf mehr sehr groß!